Der Shanty-Chor Witten machte sich auf den Weg nach Greetsiel, um am Sonntag ein Konzert zu geben, das in vielerlei Hinsicht besonders werden sollte. Nur der Leiter des Chors, Udo Barthold, und Klaus Opitz vom Radio Krummhörn wussten im Vorfeld genau, was für eine Überraschung die Besucher erwartete. Ziel war es, das Konzert im Vergleich zum Vorjahr noch besser zu gestalten. Obwohl im Vorfeld einiges geplant wurde, verliefen die Dinge nicht ganz nach Plan, und so kam es dazu, dass kurzfristig alles umgeschmissen werden musste. Die technische Ausrüstung war zwar bereit, doch die Sängerinnen und Sänger, waren plötzlich nicht mehr da. Klaus Opitz trat vor das Mikrofon und seine Ansprache begann, waren die Anwesenden sichtlich überrascht. Er sorgte für eine mitreißende Atmosphäre, indem er das Publikum aktiv in die verschiedenen Applausstufen einbezog und dabei sogar mit seiner Combo einige musikalische Fehler machte, was jedoch die Stimmung nur noch heiterer machte. Anschließend kündigte er mit großer Vorfreude den Shanty-Chor Witten an, der von Freddy the Piper, einem talentierten einheimischen Dudelsackspieler, in den malerischen Hafen von Greetsiel geleitet wurde. Der Fremdenverkehrsverein war von diesem unerwarteten Auftritt so überwältigt, dass sie fast sprachlos waren. Die Zuschauer waren bereits vom beeindruckenden Einmarsch des Chores so begeistert, dass die ausgelassene Stimmung bis zum Schluss anhielt. Als die ersten Klänge des Shantychores erklangen, ergriffen die Menschen die Gelegenheit, mit zu singen, zu klatschen und im Takt zu schunkeln. Immer wieder mischte sich Freddy the Piper unter die Darbietung, was die Freude und den Enthusiasmus im Publikum weiter steigerte. Besonders aufregend wurde es, als der Chor die Kinder aus dem Publikum und Jacob Jacobsen vom Fremdenverkehrsverein aufforderte, aktiv mitzumachen, waren alle überwältigt und überrascht.
Als schließlich, fast am Ende der Veranstaltung, das Ostfrieslandlied angestimmt wurde, konnte man bei einigen Anwesenden sogar Freudentränen entdecken. Es ist bemerkenswert, dass dieses Lied in nur 14 Tagen einstudiert wurde, was die Leistung aller Beteiligten umso beeindruckender macht. Die Darbietung, die in dieser Form noch nie zu hören war – eine Kombination aus dem Gesang des Shantychors, begleitet von einem Dudelsackspieler und dem mitreißenden Gesang des Publikums – verlieh dem Event eine ganz besondere Note. Seit den Anfängen der Sonntagskonzerte hat es eine solch einzigartige Aufführung noch nicht gegeben. Dieses Konzert sorgt in den sozialen Netzwerken für reges Gespräch, sogar in der Krummhörn reden viele Leute darüber. Alles wurde richtig angepackt und die Überraschung ist gelungen.